Die erste Erwähung einer schon bestehenden Brauerei in der Hofmark Drachselsried erfolgte bereits im 16. Jhdt., nämlich 1558 in einer Hof- beschreibung des Jakob Frontperger, Landrichter zu Viechtach. Um 1400
kam die Hofmark von den Tuschl von Söldenau an die Degenberger und verblieb in deren Eigentum bis 1551. Die Degenberger waren allgemein als Gründer von Brauereien im ganzen Bayerischen Wald bekannt, so liegt es nahe, dass Hans VI von Degenberg als Eigentümer der Hofmark seit 1506 die Brauerei begründete. In seinem Todes- jahr 1551 schenkt Hans VI von Degen- berg dem Balthasar Kürmreutter als seinem vertrauten Diener und Pfleger zum Degenberg seiner getreuten Dienste wegen die Hofmark Drachselsried mit allen Zugehörungen. In der Hofmarksbeschreibung von 1558 ist von "aine alte preuens gerechtickhait" die Rede, dies legt den Schluß nahe, dass Degenberger die Brauerei bald nach 1500 gegründet haben muss, die Brauerei also schon annähernd 500 Jahre besteht. 1567 verkaufte Balthasar
Kürmreutter die Hofmark an Christoph Preudorffer. Dieser und seine Erben besitzen die Hofmark fast 100 Jahre bis 1655, bis sie dieselbe an Georg Schauberger, Pflegeverwalter
zu Pernstain verkauften. Sein Sohn Joseph Joachim Schauberger wiederum veräusserte die Hofmark an den kurbairischen Gesandten beim Reichstag, Johann Franz Frh. von Wettzell, welcher noch im gleichen Jahr verstarb. Ob nun seine Witwe oder ein Zwischenbesitzer, nämlich Joseph Weingärtner aus Haibach, den Wening als solchen für nach 1720 erwähnt, kann aus den historischen Quellen nicht einwandfrei geklärt werden. 1722 jedenfalls gelangte die Hofmark an den Straubingischen Regierungs- kanzlers und Lehensprobstes David Ignaz Colomann von Frenau und Offenstetten und blieb in der Hand dieser Familie bis 1758. Auch ein Hofmarksbericht aus dem Jahre 1717 bestätigt, dass zum Eigentum der Hofmark ein Schloß, ein Bau- oder Mayerhaus und ein Bräuhaus gehört. Nach Wening befand sich 1726
bei der Hofmark "ein durchgehenden Verschleiß berechtigtes Präuhaus".