Otto und Berta Bruckmayer hatten 6 Söhne namens Otto, Franz, Egon, Richard, Kuno und Herbert und 2 Töchter namens Berta und Martha. Otto Bruckmayer verstarb 1956, seine Witwe Berta beerbte ihn gemäß Ehe- und Erbvertrag vom 16. Juni 1921. Diese wiederum übergab noch im Jahre 1956 den Gesamtbesitz an ihren Sohn Richard, der zusammen mit seinen Brüdern Egon, Kuno und Herbert im Jahre 1957 die Brauerei in eine OHG umwandelte. Seit 1978 befindet sie sich wieder im Alleineigentum von Richard Bruckmayer. Auf 300 Jahre, dem- zufolge jetzt 350 Jahre Bestehen der Brauerei, glaubte Otto Bruckmayer, der Vater des jetzigen Inhabers Richard Bruckmayer zurückblicken zu können, ohne genauere Nachforschugnen angestellt zu haben, denn er meinte, für die Zeit vom Dreißigjährigen Krieg keine Hinweise mehr zu finden. In Wirklichkeit besteht die Brauerei im Laufe der Jahrhunderte zu übertehen, Kriege und daraus resultierende wirtschaftliche Notzeiten. Viele sind noch die Weltkriege, die dem 1. Weltkrieg folgende Inflation oder die Währungsreform nach dem 1. Weltkrieg erinnerlich. Eine für eine Brauerei im weiten Umkreis einmalige Besonderheit war das von Otto Bruckmayer zu Zeiten beginnende Hochinflationszeit am 29. August 1923 herausgegebene Notgeld, nämlich ein Fünfhunderttausendmark- schein und ein Einmillionenschein. Solches Notgeld gaben neben Kommunen ansonsten nur Banken oder weitaus größere private Unternehmen heraus. Diese Zahlungsmittel waren Ersatzmittel, mit amtlicher Genehmigung herausgegeben, die den Mangel an staatlichen Geldscheinen lindern oder beheben sollten. Die Geldscheine von der Schloßbrauerei Drachselsried waren durchnummeriert und einzeln von Otto



Bruckmayer unterschrieben und sind bis heute für den Heimatsammler als Zeitdokument von immensen Wert.